Globalisierung

CC-BY-NC Thomas Hawk

Globalisierung ist kein Mythos. Globalisierung ist das Ausmaß und die Dynamik an wirtschaftlicher Verflechtung in der Welt, die es so nie zuvor gegeben hat. Globalisierung bedurfte produktionstechnischer, verkehrstechnischer und kommunikationstechnischer Entwicklungen, die durch Wissenschaft und Forschung seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erzielt wurden.

Die Globalisierung setzt der nationalen Politik immer engere Grenzen, so lange die davon betroffenen Menschen es nach Pierre Bourdieu nicht erkennen „dass es sich dabei nicht um reale Handlungszwänge, sondern um den Rechtfertigungsmythos einer konservativen Revolution handelt, die eine Ideenmacht begründet. Die europäischen Länder würden sich in einem Prozess des social dumping nur gegenseitig Konkurrenz machen. Der Staat würde sich zunehmend seiner Verantwortung entziehen, soziale Errungenschaften aufgeben und selbst der Zerstörung der kulturellen Grundlagen durch einen Raubkapitalismus tatenlos zusehen“. Vor diesem Hintergrund fordert Bourdieu eine Erweiterung der ökonomischen Theorie, um die sozialen Folgekosten wirtschaftlichen Handelns, die Bewusstwerdung politischer Handlungsmöglichkeiten und die Herausbildung eines „Widerstands gegen die neoliberale Invasion“. Es geht also weiterhin um den Ausgleich der Interessen von Arbeit und Kapital, um die Schwachen vor Verelendung zu schützen.

PEIRA sucht auch hier den Diskurs, um gemeinsam nach politischen und ökonomischen Optionen zu suchen, die die uneingeschränkte Intensivierung des Laissez-faire-Kapitalismus zurückweisen.

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Rainer Thiem

Rainer Thiem
Rainer Thiem studierte Volkswirtschaft an der TU Berlin, deren Pressesprecher er in den Achtzigerjahren war. 1994 wechselte er in die freie Wirtschaft und war als Vorstand in Medienunternehmen tätig. Heute ist Rainer Thiem selbständiger PR- und Marketingberater.