Anarchie. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert

Einladung zur 18. Peira-Matinée
Anarchie. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert

8. November 2015, 11:00 Uhr – 13:00 Uhr
Cum Laude das Restaurant
Humboldt-Universität zu Berlin
Am Festungsgraben
10117 Berlin

Ein Gespräch mit
Dr. Bernd Drücke
Soziologe und Redakteur der Graswurzelrevolution – Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft

Moderation
Rainer Thiem
Peira – Gesellschaft für politisches Wagnis

Anarchie ist Chaos und Terror? Unsinn! Anarchie ist eine egalitäre, solidarische Gesellschaft ohne Chef und Staat. Anarchistinnen und Anarchisten wollen den freiheitlichen Sozialismus realisieren.
Die Vielfalt des Anarchismus auch in Deutschland lässt sich gut anhand seiner Mediengeschichte aufzeigen. In den letzten 150 Jahren sind unzählige schwarz-rote Sternschnuppen, aber auch langlebige und einflussreiche libertär-sozialistische Zeitschriften entstanden.
Seit 1968 gibt es in der Bundesrepublik einen „neuen Anarchismus“. Und auch in der DDR gab es eine anarchistisch inspirierte Bewegung.
Anhand von Anschauungsmaterial wird in die Geschichte und Gegenwart des Anarchismus und seiner Presse eingeführt, mögliche Perspektiven einer Gesellschaft ohne Chef und Staat werden zur Diskussion gestellt.
Der Referent Bernd Drücke hat zum Thema „Libertäre Presse in Ost- und Westdeutschland“ promoviert und ist seit 1998 Koordinationsredakteur der seit 1972 als „Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft“ erscheinenden Graswurzelrevolution. Er ist Autor u.a. von „Zwischen Schreibtisch und Straßenschlacht? Anarchismus und libertäre Presse in Ost- und Westdeutschland“, „ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert“ und „Anarchismus Hoch 2“ (Karin Kramer Verlag).