´Virusopfer´ Weltwirtschaft?

Ein riesiges Stück C R A S H hat offenbar begonnen

 

Ein Gastbeitrag von Gabriele Weis

Ohne die Lahmlegung weiterer gerade auch wirtschaftlicher Alltags-Aktivitäten lasse sich die Virus-Ausbreitung nicht so verlangsamen, dass effektive Behandlung auf Intensiv-Niveau für die zu erwartenden Schwersterkrankten gelänge, h e i ß t e s fach- und politikseits.

Diese Auffassung gewinnt weltweit an Boden – mit ihr verordnet sich dreierlei:

    1. Ein Einfrieren des Wirtschaftslebens mit finanziellen Abfederungen sonst fatal wegbrechender Wirtschaftskraft, solange man keine Möglichkeiten findet, für genügend insolvenz- & arbeitslosigkeitsverhindernde staatlich gewährte Liquidität zu sorgen.
    2. Eine weitere Verschärfung der sozialen Ungleichheit, denn es gibt keine (offiziellen) Anzeichen dafür, dass man staatlicherseits über anderes nachdächte, als über System-Stabilisierung im Wege entsprechender Finanz-Infusionen mittels weiter erleichterter Geldvermehrung in den bereits bisher dazu bevorrechteten Händen!
    3. Eine wegen zu erwartender Unruhe in den Bevölkerungen erweiterte Willfährigkeit gegenüber den in vieler Hinsicht zweifelhaften Wünschen derer, die alles Wirtschaftliche ohne weitere Rücksichten noch mehr als bisher zu dominieren trachten.

Das längst Marode in unseren Wirtschafts- und Lebensweisen erfährt damit einen gefahrverschärfenden, aber auch zu neuen Möglichkeiten drängenden Beschleunigungs-Impuls.

Einmal mehr lassen dabei Umfang und Geschwindigkeit staunen, mit denen die Regierungen jedenfalls des reichen ´Westens´ sich zum Aufbringen riesiger Finanztropf-Summen imstande sehen und diese vollmundig in Aussicht stellen, damit der Sturz in Insolvenz und Arbeitslosigkeit ebenso gestreckt werden kann wie die Ausbreitung von Covid-19

Nicht weniger aber sollten alle die staunen, die sich von globalisierter Bündnispolitik mit entsprechendem Säbelrasseln und sogenannt ´regelbasierter´, aber zugleich sehr wohl parteiisch rücksichtsloser Welt- & Handels-Politik – behauptungsweise werteversessen – noch immer blindlings viel versprechen.

Befund: Wer reich und also mächtig genug ist, schert sich um Werte und Regeln, je enger es wird, desto weniger:

Da gibt es plötzlich Wege, den klar fiktiven Charakter von Geld unmaskiert ins Spiel zu bringen.

Und da gibt es die Selbstverständlichkeit vielseits schädigender Koordinationsverweigerung jenseits aller sonst so vollmundig behaupteten ´Gemeinsamkeiten´ und jenseits aller von anderen angeblich nicht erreichten eigenen ´Zivilisiertheit´.

Beides im Übrigen am Ende ganz gewiss auch zu Lasten vieler (vorläufiger ?) Profiteure solcher ´Spiele´.

Immerhin lässt sich aus dem neuerlich offenbaren, einmal mehr denkbar unmaskierten Umgang mit Geld in seiner bisherigen Konstruktion für die uns allen nun abverlangten Not-Auswege aus CRASH und Lebensgrundlagen-Zerstörung Fundamentales lernen!

Geld – das Grund-Infrastruktur-Instrument

GELD – jenseits scheinbar zweifelsfreier Goldstandards – gilt es endlich neu zu justieren als das wirtschafts-ermöglichende GRUND-INFRASTRUKTUR-INSTRUMENT von Gesellschaften, deren Wirtschaftsleben an der stabilen, preislich – kostenwahren Verrechenbarkeit ihrer Güter und Dienstleistungen hängt.

Es bedarf dabei – nicht weiterhin zu ignorieren – einer Parallel-Entwicklung von Produktivität und Arbeits-Entgelten, damit sich die Kaufkraft dieses Instruments verstetigt.

Geldschöpfungsinstanz

Und es bedarf dabei einer exklusiv als MONETATIVE institutionalisierten GELDSCHÖPFUNGS-INSTANZ nach eindeutigen Verfassungs-Vorgaben zur monatlich/jährlich verlässlichen Ausgabe von:

BÜRGERGELD (Umfang: 1/3 BIP)

STAATSHAUSHALTSGELD (Umfang: 1/6 BIP)

KREDITGELD auf Antrag an Geschäfts-Banken (max. Umfang: 1/2 BIP)

Kostenwahrheits-Instanz

Auf der Ebene der EXEKUTIVE – im Dienst einer geldwirtschaftlich stabil funktionstüchtigen MONETATIVE – bedarf es ü b e r d i e s einer KOSTENWAHRHEITS-INSTANZ, in Gestalt einer INDEXIERUNGS-BEHÖRDE, die jedes im Land gehandelte Gut und j e d e gehandelte Dienstleistung mit einem kennziffer-bezogen errechneten Steuer-Betrag, einer produktspezifischen INDEXSTEUER belegt, um sicherzustellen, dass

die monetativ als gesellschaftlich-wirtschaftliche Freiraum-Generatoren eingesetzten Zentralbank-Gelder nicht ohne entsprechende Lasten-Verrechnung einfach in Bürger- oder Exekutivhand verbleiben, statt als erneutes Infrastruktur-Geldschöpfungs-Potential wieder an die Zentralbanken zurückzufließen.

die marktverhaltens-lenkenden Preise endlich kostenwahr ausfallen und wir die heutigen Lastenverzerrungen hinter uns lassen können.

Der Staat als Gemeinschaftswerk seiner Bürger/innen steht in einem Dienstverhältnis zu diesen.

Politische Gemeinwesen haben – im Wege einer wohlüberlegt instrument-zuweisenden EINKOMMENSGRUND-ORDNUNG – Bürger/innen, Exekutiven und Geschäftsbanken auskömmlich mit dem wichtigsten Infrastrukturinstrument ihres Wirtschaftens und ihrer Kulturleistungen grundauszustatten:

– mit einer GRUNDGELDMENGE mit Rückführungs-Mechanismus auf dass daraus erhebliche Aktionsfreiheit erwachse für ein gutes Handling des erwerbswirtschaftlichen Leistungsspektrums einer Gesellschaft.

Am Produktende (und nur dort) bleibt dann immer das rückabzuschöpfen, was daran als Gemeinwesens- Vor- & -Nach-Leistung wieder in die monatlich/jährlich neu grundgeldschöpfende Zentralbank-Verwaltung gehört!

Verhältnis Zentralbank-Geld – Indexsteuer-Geld

Es mag eine Differenz geben – zwischen jährlich neu zu schöpfendem Zentralbankgeld und rück-abgeschöpftem Indexsteuer-Geld. Diese ist und soll sein eigentums-schaffend verbleibende Wertschöpfung aus Bürger/innen-Leistung, auf die diese bauen, die sie schenken und die sie vererben können.

Eigentumsgrund-Ordnung

Im Wege einer wohlüberlegten Grund-Rechte und Wirtschaftseigentums-Rechte abwägenden EIGENTUMS-GRUND-ORDNUNG obliegen dem Staat Rechtsregeln auch für den Bereich der Produktionsfaktoren:

BODEN, KAPITAL, ARBEIT

Eine Index-Besteuerung kommt hier freilich nur im Bereich des Faktors Boden in Frage!

Denn eine Besteuerung von Einkommen, das sich Bürger/innen in welcher Funktion immer persönlich via Arbeits und/oder Vermögens-Einsatz erwerben, spiegelte keine ihren Einsatz tragenden Gemeinwesens-Anteile: sie sollten deshalb auch keiner Besteuerung unterliegen. Auch nichts sonst.

A r b e i t wird aktuell, individuell wie kooperativ, zum Zwecke von ERTRAG erbracht – in Form von Arbeits-Entgelt und Kapital-Gewinn-Anteilen.

K a p i t a l als unternehmerseits aus persönlichen Arbeits-Entgelten und Anteilseigner-Gewinnen akkumulierter und gezielt investierter Produktivitäts-Ertrag fließt nicht allein einfach aus der je aktuellen Anteils-Eigentümer- bzw. Kapitalgeber-Quelle. Es enthält immer Anteile aktueller wie über ggf. sogar viele Jahre produktiv gewordener Gemeinschafts-Leistungen, so dass Gewinn-Anteile (dividendenweise, nicht in Form sogenannter ´Gratifikationen´) immer zu jeweils zu vereinbarenden Quotienten auch allen Mitarbeitenden zustehen.

B o d e n schließlich bildet den einzigen nicht vermehrbaren und zudem lage-abhängigen Produktionsfaktor.

Man kann ihn verbessern, seine Lage und Umgebungs-Attraktivität in Grenzen bis erheblich aufwerten, ihn belasten, gar ruinieren im Sinne einer extrem eingeschränkten Brauchbarkeit, ihn samt oder nur seinen Untergrund wirtschaftlich auf die verschiedenste Weise nutzen. Er sollte Gemeingut sein, unveräußerliches Bodenrechts-Eigentum der jeweiligen Gemeinwesen, seine Nutzungsrechte jeweils pachtbar.

Im Sinne einer erwünschten Eigentumsverschiebung: Jeder Eigentümerwechsel heutigen Grundeigentums, sollte mit einer 15%igen qm-Minderung zur Verwandlung in Gemeinwesens-Pachtland mit geeigneten Erbbaurechten einhergehen!

ARBEIT und KAPITAL schaffen Erträge aus Leistung. Oder sie schwinden aus welchen Gründen auch immer.

BODEN kann zwar seine Brauchbarkeit verlieren. Er existiert weiter. Sein Markt-Wert bzw. sein Pacht-Wert hängt jedoch immer vor allem an der Gemeinschaftsleistung, die seine Nutzung in ihrer jeweiligen Attraktivität definitiv bestimmt. Auch er bzw. seine Nutzungspacht wäre also im Unterschied zu Kapital und Arbeit eines der Güter, dessen Indexierung Gemeinschaftsleistung und -Lasten kostenwahr abzubilden hätte.

Das Problem des Jahres 2020 ff

Ein schwer abschätzbares Pandemie-Problem wird nun ausbreitungsverzögernd seit Mitte März 2020 für einen nicht absehbaren Zeitraum mit weltweit sich hochschaukelnden, das Wirtschaftsleben fatal strangulierenden Shut-Down-Bestimmungen beantwortet.

Kann man disruptiver reagieren, als die Wirtschaftskräfte dieser Welt nicht nur zu fesseln, sondern fundamental zu beschädigen wegen fehlender intensiv-medizinischer Ausstattung?

Versäumtes, Fehlgeleitetes etwa im Gesundheitswesen lässt sich doch nicht einfach durch die Ausweitung anderer Beeinträchtigungslagen, die nun die keine Vorrats-Spielräume mehr kennende Intensivmedizin strecken helfen sollen, auch nur halbwegs ausgleichen.

Man schafft einfach enorme Zumutungen für andere Patienten, deren OPs nun monatelang wegen nicht ausreichender intensivmedizinischer Kapazitäten warten sollen. Solche ungebraucht vorzuhalten wäre halt nicht hinreichend wirtschaftlich gewesen.

Man bürdet Unternehmen aller Art Zahlungsnöte ohne Ende bis hin zur Insolvenz und persönlichen Existenzkrisen nach Verkauf allen ´Tafelsilbers´ auf, um für die intensivmedizinische Behandlung der relativ wenigen, aber schnell die bestehenden Kapazitäten übersteigenden Infizierten mit erwartbar ernstem Erkrankungsverlauf in einigen Wochen genügend Intensiv-Kapazitäten zu haben und fuhrwerkt so in den Lebensrisiken von weit weit mehr Menschen als den Erkrankungs-Gefährdeten brachialst herum.

Dem Shut-Down nahezu sämtlicher Wirtschaftsbereiche, soweit er sich aus den diversen Quarantänen ergibt, den Shut-Down auch der Börsen überhaupt solange an die Seite zu stellen, bis ein paar Monate Wiederbelebung nach Quarantäne-Aufhebung bestanden sind, scheint niemand als sinnvoll verlust-streckend zu erwägen.

So belastet man Immunsysteme in nicht gerade geringem Umfang.

Für spätere vergleichbare Situationen wäre auch zu bedenken, ob die frühzeitige konsequente Quarantänisierung der schwerverlaufs-gefährdeten Bevölkerungsteile nicht mindestens so hilfreiche Kapazitäts-Effekte gehabt hätte wie der Shut-Down, den wir nun betrieben sehen?

Und wenn der Virus dann mehr Menschen in Todesnähe bringt, als wir sie ausstattungsbedingt trotz unseres immensen Reichtums nicht davor bewahren können: dann ist das eben so. Wie jeder Unfalltod. Wie jeder der jährlich rd. 20.000 Tode durch Krankenhausinfekte etwa.

Keiner dieser Infekttoten hat doch je zu einem auch nur ansatzweise vergleichbar ambitionierten Nachdenken darüber geführt, dass nicht zuletzt sie bis heute Opfer des gnadenlos durchgespielten Wirtschaftlichkeits-Prinzips in unserem privatisierungs-offenen Gesundheitssystem sind. Und niemand, der etwa den Krankenhausträgern entsprechend teuren Vermeidungs-Aufwand auferlegt hätte. Und, und, und . . .

Selbstredend fehlt allen die Erfahrung. Die hier aufgeworfenen kritischen Fragen haben die Funktion von Lernfragen! Vorwürfe sind unangebracht.

Gleichwohl haben wir die wirtschaftlichen Sekundär-Folgen des hier beschrittenen seuchenpolitischen Weges drängend ins Auge zu fassen.

Selbst wenn nun das Ausbreitungsverzögerungs-Ziel nach 1-2 Monaten erreicht wäre, selbst wenn das bisherige Geld- und Politik-System in der Lage wäre, die anstehenden Arbeitsentgelt-Ausfälle, die vermutlich zu Teilen auch dauerhaften Lieferketten-Ausfälle aus aller Welt und die weiter laufenden Fixkosten finanziell aufzufangen:

– wo es um Kredite geht: welches Geschäftsmodell wäre so potent, dass da auch nur ansatzweise die Erlangung von Rückzahlfähigkeit kredit-überbrückter Fixkosten realistisch wäre? – Also die Fixkosten-Volumina von quarantäne-bedingt zum Nichtstun verdonnerter Unternehmen einfach auf´s Staatsschuldenkonto ? So wird´s in Aussicht gestellt. Wie lange das gehalten werden kann, kann heute keiner sagen . . .

Das Leistungsspektrum von Geschäftsbanken greift da allenfalls, solange ´Sicherheiten´ im Spiel sind: Besitzerwechsel, also weitere Umverteilung nach oben vorprogrammiert – oder aber Bank-Insolvenz infolge weggebrochenen Geschäftsmodells . . . ! – Also noch mehr Banken an den Tropf unseres bisherigen Steuer-Staates ? Auch das also nicht viel mehr als ein neuerlicher Crash-Aufschiebungsweg mit Effektverschärfung !  Dieses Mal ist er abzulehnen !

– und wo Lieferkettenlücken weitgehende Produktions-Stillstände nach sich ziehen und zeitweiliges Kurzarbeitergeld für Abmilderung zu sorgen vermag: nicht wenige dieser Lieferketten-Lücken an den schließlich längst global weit versprengten Standorten werden sich jenseits irgendwelcher Berechenbarkeiten insolvenzbedingt dort ggf. für lange nicht mehr ersetzen lassen . . . – Wieviel Insolvenzen samt Arbeitslosigkeit mag das dann u.a. hier nach sich ziehen ?

Denn ob von dauerhaften Lieferketten-Verlusten betroffene Unternehmen sich zu deren Wiederherstellung wo auch immer investitionsfähig finden, muss sich erst noch herausstellen.

Download des vollständigen Gastbeitrags zu diesen weiteren Themen:

Alte und neue Absatzziele
Geldflutungs-Grenzen
DISRUPTIVE  GELDPOLITIK
Rolle der Banken; Börsen-Moratorium
Umbau des jetzigen STEUER-STAATES  zu einem INFRASTRUKTUR-STAAT
Schlussfolgerungen aus dem bisherigen Globalisierungsprozess

Tun wir´s !

vgl auch:   9 |  … Auskommens-Basis:   BGE   plus   PGF !

10 | … Geldkreislauf: Monetative > ETAT > BGE > Steuern

Bildung von UMBAU-MEDIATOREN:  Bürgerwerks-Wirtschafts-Kooperativen

Anregung     1   |   2   |   3   |   4   |   4a   |   4b   |    5   |   6   |   7   |

Demokratie-Spektakel – wie die jüngsten EU-Paraments-Wahlen – sind Symptome immer demokratie-fernerer Horizonte

…  EU – – Wahlprogramme 2019
– – – | s o | ? | – – – wollen wir regiert werden ???

… als PDF  :   gw/   NEUE UN21

 

 

Gabriele Weis

Gabriele Weis
Jahrgang 1951, Studium Germanistik, Geschichte in Heidelberg & Münster Referendariat am Studienseminar Heilbronn - ab 1979/80 Lehrerin an einem privaten neusprachlichen Heidelberger Gymnasium dort ab 2006/07 beurlaubt für Aktivitäten im Alternativschul-Gründungsbereich – kulturpolitisch in BW leider unerwünscht - seit Ende der 90er Jahre Zusammenstellung einer ausgedehnten Infopage (Geschichte, Politik, Philosophie, Literatur, Methodik) als zusätzliche E-Learning-Quelle - seit 2003 Erarbeitung eines selbstorganisatorischen Schulmodells Realisierung kulturpolitisch in BW als unerwünscht beschieden … Realisierunsversuch gescheitert… - seit 2008 > Aufgabe des Lehrberufes zugunsten diverser privater, familiärer und ehrenamtlicher Engagements - seit 2014 zunehmend auf die Erarbeitung möglicher Umkonzeptionierungen und Neujustierungen unserer gesellschaftlich-politisch-wirtschaftlichen Systeme fokussiert - seit Okt 2018 im Medium eines Blogs mit je aktuellen politischen Posts und im Medium einer zusammenhängenderen Darlegungs-Page ´Plan B´